24.10.2012

Apple iPad mini und iPad 4: Doppelt hält besser

Apple hat wie erwartet eine geschrumpfte Variante seines iPad vorgestellt. Zur Überraschung der Anwesenden zauberte das Unternehmen aber auch noch den Nachfolger des aktuellen Modells aus dem Hut: das iPad 4.

Dieser Überaschungscoup ist gelungen. Auf einer Pressekonferenz im kalifornischen San José hat Apple - neben neuen iMac- und Macbook-Modellen - gleich zwei neue iPads präsentiert: das iPad mini und das iPad 4.

Während im Vorfeld der Veranstaltung bereits heftig über eine geschrumpfte Variante des populären Tablets spekuliert worden war, sorgte Apple-Konzernchef Tim Cook für eine echte Überraschung, als er das iPad 4 aus dem Hut zauberte - immerhin ist die Markteinführung des Vorgängermodells iPad 3 gerade einmal ein halbes Jahr her.

 

iPad mini: Angriff auf Google & Co.
Mit dem iPad mini will sich Apple ganz offensichtlich in einem Bereich positionieren, den der Hersteller bislang ignoriert hat: dem Segment der günstigeren 7-Zoll-Modelle. Hier tritt das Schrumpf-iPad gegen Konkurrenten wie das Nexus 7 von Google oder den Kindle Fire von Amazon an, die bereits ordentliche Verkaufszahlen vorweisen können.

Von der Optik erinnert das Pad mini an das iPad 3, laut Apple ist es aber 23 Prozent dünner (7,2 Millimeter) und 53 Prozent leichter (308 Gramm) als der große Bruder. Auf der Rückseite gibt gebürstetes Aluminium dem Gerät einen edlen Anstrich. Bei der Display-Größe hat sich Apple für einen Mittelweg entschieden: Mit 7,9 Zoll ist der Bildschirm deutlich kompakter als bei den bisherigen iPad-Modellen, aber immer noch größer als bei den 7-Zoll-Geräten der Konkurrenten um Google & Co.

Damit will Apple eine optimale Bedienbarkeit mit einer ausreichenden Arbeitsfläche kombinieren. Die Display-Auflösung selbst liegt bei 1.024 x 768 Pixeln. Dazu Philip Schiller, Senior Vice President Worldwide Marketing von Apple: "Das iPad mini bietet die selbe Anzahl an Pixeln wie das ursprüngliche iPad und das iPad 2, sodass man die über 275.000 speziell für das iPad entwickelten Apps laufen lassen kann."

 

iPad 4: Mehr Leistung inside

Im Inneren verrichtet ein A5-Dualcore-Prozessor seinen Dienst, zur weiteren Ausstattung zählen unter anderem eine HD-Frontkamera, eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite, Bluetooth sowie der bereits vom iPhone 5 bekannte Lightning Connector.

Das in Schwarz und Weiß verfügbare iPad mini gibt es mit 16, 32 und 64 GB Speicher - entweder als reine WLAN-Variante, oder mit zusätzlichem LTE-Mobilfunkmodul, das wie beim iPhone 5 allerdings nur im Telekom-Netz in den Großstädten funkt. Konkret werden für die WLAN-Modelle 329 (16 GB), 429 (32 GB) sowie 529 Euro (64 GB) fällig, die LTE-Varianten schlagen mit 459 (16 GB), 559 (32 GB) sowie 659 Euro (64 GB) zu Buche. 

 

iPad 4: Unverhofft kommt oft
Es war die Überraschung des Abends: Nur ein halbes Jahr nach Einführung des iPad 3 bringt Apple das Nachfolgemodell auf den Markt. Die Innovationen zum iPad 3 halten sich aber in Grenzen: Wichtigste Neuerung ist wohl der A6X-Chip, der eine doppelt so schnelle CPU-Leistung und Grafik-Performance bieten soll. Zudem geht das iPad 4 nun auch im LTE-Netz der Telekom auf Empfang, nachdem die LTE-Variante des iPad 3 in Deutschland überhaupt nicht zu gebrauchen war. Des weiteren hat Apple nun auch dem neuen iPad 4 den umstrittenen Lightning Connector spendiert - altes Zubehör funktioniert damit nur noch in Verbindung mit einem 29 Euro teuren Adapter.

Das iPad 4, das ebenfalls in den klassischen Apple-Farben Schwarz und Weiß angeboten wird, kostet als WLAN-Variante 499 (16 GB), 599 (32 GB) sowie 699 Euro (64 GB). Wer mit LTE auf Empfang gehen möchte, zahlt 629 (16 GB), 729 (32 GB) sowie 829 (64 GB) Euro.

Sowohl für das iPad mini als auch das iPad 4 gilt: Die Vermarktung der WLAN-Modelle beginnt am 2. November, die LTE-Varianten folgen einige Wochen später. Das iPad 3 wird mit der Einführung des iPad 4 nicht mehr vermarktet; das iPad 2 ist jedoch weiterhin verfügbar.
 

Zur Newsübersicht