01.08.2016

Die IT bringt den Joghurt in den Becher

Nach der erfolgreichen Umsetzung des EPN-Netzes mit dem Carrier Colt lobt die Müller Unternehemsgruppe die Zusammenarbeit mit der promedia ITK GmbH.

 

Die strategische Bedeutung der IT für Unternehmen ist in aller Munde. Ein Ort, an dem dies wirklich deutlich wird, ist das sächsische Leppersdorf. Dort betreibt die Unternehmensgruppe Theo Müller die größte Molkerei Europas.

 

„Wenn wir einen Netzwerkausfall hätten, den wir nicht kompensieren könnten, hätten wir nach einer Stunde einen LKW-Stau bis auf die Autobahn“, sagt Wolfgang Hoke, Leiter Competence Center Network and Security, bei der Müller Service GmbH.

 

Doch nicht nur die Logistik ist IT-gesteuert. Die Informationstechnologie ist tief und unternehmensweit mit den Produktionsprozessen verbunden. Das SAP-System steuert, welche Milch aus welchem Tank kommt, welcher Joghurt wo eingelagert wird und wie Lieferungen kommissioniert werden. Insgesamt werden ca. 40 Module rund um SAP genutzt. Die Mitarbeiter der IT stellen einen reibungslosen Betrieb sicher und kümmern sich auch um kontinuierliche Anpassungen und Verbesserungen der Systemlandschaft. Die beste Softwarelandschaft nützt nichts ohne eine performante und zuverlässige Infrastruktur. Zentrale Bedeutung kommt der Leistungsfähigkeit und Ausfallsicherheit des Netzwerks zu, welches ebenfalls von den Mitarbeitern der Müller IT gemanaged wird.

 

Verfügbarkeit sicherstellen

 

„Verfügbarkeit ist für uns das zentrale Kriterium. Überschreitet ein Ausfall gewisse zeitliche Grenzen, können die Produkte ihren Herstellungsprozess nicht mehr sauber durchlaufen und wir müssen Chargen vernichten, da sie den Qualitätsanforderungen nicht mehr genügen“, sagt Wolfgang Hoke. „Daher setzen wir auf Redundanz durch zwei Plattformen, die von unterschiedlichen Providern kommen und zwei verschiedene Technologien nutzen.“

 

Für die Vernetzung der mehr als 41 Produktions- und Vertriebsstandorte in neun europäischen Ländern kommt ein MPLS-Netz als primäres Netz zum Einsatz. Die zweite Plattform ist ein Ethernet-VPN von Colt. Dessen wichtigste Funktion ist das Back-Up bei einem Ausfall des MPLS-Netzes. Darüber hinaus wird es als Management-Netzwerk genutzt. Alle Standorte sind zweifach angebunden, einmal über jede Plattform. Die Bandbreiten liegen zwischen 2 Mbit/s und 100 Mbit/s, es wurde aber auch schon ein Gigabit-LAN-Link realisiert und auch IP-Transit Anschlüsse für die Anbindung an das Internet wurden durch die COLT realisiert.

 

„Für Colt und deren Partner promedia ITK GmbH haben wir uns entschieden, weil uns das Konzept des Ethernet-VPN überzeugt hat, da es eben kein MPLS nutzt. Darüber hinaus ist die Internationalität des Providers ein Vorteil, denn wir sind international aktiv.“

 

Ein Ethernet-VPN als Layer-2-Netzwerk bietet eine Any-to-Any-Connectivity auf Ethernet-Ebene. Das bedeutet, dass ein Standort mit jedem anderen Standort in einem Netzwerk über eine logische Any-to-Any-Topologie kommunizieren kann. Kunden können so ihre LANs miteinander verbinden, um ihre Standorte zu einem einzigen privaten Netzwerk mit nahtloser Kommunikation zusammenzuschließen. Das spart Kosten und erhöht die Effizienz, denn die Unternehmen können selbst entscheiden, wie sie ihr Netzwerk einrichten und betreiben möchten und Änderungen sind einfach umsetzbar.

 

Strategisch, agil und kompetent

 

Müller trägt der geschäftskritischen Bedeutung der IT durch eine klare Strategie Rechnung. Dazu gehört die Zentralisierung von Infrastruktur und Software. Das erleichtert das Management, senkt Kosten und erhöht die Verfügbarkeit sowie die Flexibilität. Als Teil einer integrierten Wertschöpfung gehören zum Konzern auch ein Verpackungs- und ein Logistikunternehmen sowie eine Fahrzeugtechnikfirma für Wartung und Pflege der Fahrzeugflotte.

 

„Da wir durch die Mitarbeiter der IT über eine sehr hohe technische Expertise verfügen, bietet uns ein Ethernet-VPN, als zweite Plattform, einen echten Mehrwert. Wir managen beispielsweise sämtliche WAN-Komponenten selbst, damit wir darauf auch Zugriff haben, wenn das MPLS-Netz ausfällt. Wir können die Plattformen flexibel nutzen und das erlaubt es uns, sehr agil auf die Bedürfnisse des Konzerns zu reagieren“, erklärt Wolfgang Hoke.

 

Diese Agilität ist erforderlich, denn der Lebensmittelkonzern wächst. Als der Vertrag mit Colt im April 2014 geschlossen wurde, galt es, 41 Standorte anzuschließen. Doch seitdem hat sich die Zahl der Anschlüsse an die COLT unter anderem durch Zukäufe um ein viertel erhöht. Das war einer der Gründe dafür, dass das Projekt erst Anfang 2016 endgültig abgeschlossen war. Ein weiterer Grund war, dass die Verlegung von Leitungen im Ausland teilweise erhöhten Aufwand erfordert.

 

„Den dynamischen Projektverlauf und die Schwierigkeiten bei der Realisierung von Leitungen hat die promedia ITK GmbH als Partner der Colt mit einem professionellen Projektmanagement begleitet. Die Zusammenarbeit hat auf einem sehr hohen technischen Niveau sehr gut funktioniert“, erinnert sich Wolfgang Hoke.

 

So trägt die IT ihren Teil dazu bei, dass unter anderem die Molkereiprodukte unter Einhaltung aller Qualitätsanforderungen und Standards an allen Molkereien der Unternehmensgruppe produziert und ausgeliefert wird und macht damit die Molkerei Müller zu einer der erfolgreichsten Molkerein Europas.

 

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www.promedia-ITK.com

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